Der erste Tag vor der Klasse, die erste Unterrichtsstunde in einer Klasse, die man bis zum Ende des Halbjahres mitbegleiten wird.
- Die übliche Aktion des Praktikanten: "Ich setz' mich dann mal hinten rein und guck mir das an".
- die nicht erwartete Reaktion der betreuenden Lehrerin: "Neneee, du bleibst mal schön hier vorne mit mir stehen, sonst sind ja die Rollen gleich klar"
Tjaaa, dann steht man also da vorn vor der Klasse und fragt sich "Was nun?". Es geht los, gespannte Gesichter. 2 Lehrer, das hatten sie so noch nicht erlebt, normalerweise ist es doch immer nur ein. Das erste Kennenlernen, das erste gegenseitige Austesten und seitens der Lehrer die ersten Regeln und deutlichen Richtlinien, wie der Unterricht zu verlaufen hat.
Alles in allem eine "normale" Stunde, mit einigen kleinen Ausnahmen:
- mind. 1/3 der Schüler melden sich auf die Frage nach LRS (Lern-Rechtschreib-Schwäche)
- fast alle kennen Galileo und sonstige Wissenssendungen
- das Vorwissen mancher Schüler ist echt faszinierend
Und dann hat man noch die normale Heterogenität der Klasse: Einige Schüler total interessiert, bieten an selber Experimente vorzuführen, engagieren sich und beteiligen sich mehr als rege; andere wiederum vollkommen desinteressiert, schwatzen die ganze Zeit und stellen ihre Meinung gegenüber dem neuen Fach Physik deutlichst dar.
Wichtigste Notiz an mich selbst, schon in der ersten Stunde: ICH wäre nicht so streng und würde das anders aufziehen (dass das nicht sonderlich gut wäre/ist, zeigt sich wenige Stunden später).
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